Ich sach „Danke“: Danke!

Nun gut, ich habe mich geirrt. Ich kann das Jahr 2015 nicht einfach so ohne hinter mir lassen, dafür bin ich einfach ein viel zu rührseliger Typ.
Ursprünglich sollte dies ein ausführlicher und sauber ausgearbeiteter Jahresrückblick werden, aber ich bin zu faul. Also fasse ich mich kurz und nächstes Jahr gehts weiter.

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Es war für mich ein wirklich schönes Jahr und ich bedanke mich in einem Anflug überschwänglicher Sentimentalität bei euch allen für eure Unterstützung in Form von pflichtbewusster Auftrittsanwesenheit und erfrischend hanebüchener Kommentare im Netz!
Dankeschön!

Mein Privatleben war trotz toller Ereignisse einmal mehr stark von Depressionen geprägt, was u. a. meinen Septemberauftritt in der Pelmke nicht unbedingt besser werden ließ. Ich hatte einen längeren Beitrag zum Thema „Depression“ angefangen, ihn nach einiger Zeit aber wieder verworfen. Das Thema ist mir wichtig und in meiner Wahrnehmung herrscht diesbezüglich noch ’ne Menge Unwissenheit, aber irgendwie verließ mich passenderweise die Motivation.
Mir gefällt sehr gut was Harald Schmidt in seiner Position als Schirmherr der Stiftung Deutsche Depressionshilfe dazu geschrieben hat:

Fünf Millionen Depressive in Deutschland – das kann nicht nur am Fernsehprogramm liegen!
Zu unseriöser Einstieg in ein ernstes Thema? Genau darum geht es. Um den Unterschied zwischen total depri sein, wenn der neue SUV mit den falschen Fußmatten ausgeliefert wird, und einer ernst zu nehmenden Volkskrankheit. […]

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Darüberhinaus werde ich alt. Nun ja, zumindest werde ich älter.
Dieser schleichende Prozess begann bereits vor circa fünf Jahren, als mich mein damaliger Gitarrenschüler erstaunt fragte:

SEGA hat mal Konsolen hergestellt!?

Ich musste ihn im Wald vergraben. War viel Arbeit.

Jugendliche sowie Kinder siezen mich und bieten mir Sitzplätze in überfüllten Bussen an. Selbstverständlich nehme ich diese Angebote an, hasse die vermaledeiten Gören danach aber wie Hulle und widerstehe nur mit großer Anstrengung der Versuchung, sie über meine immer noch vorhandene jugendliche Frische und Töfftigkeit (dem Ursprung des SWAGs) aufzuklären. Von Rechts wegen sollte ich der unverschämten Brut mindestens ihr Essensgeld abknöpfen, habe allerdings zu viel Angst vor Stichwaffen.

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Als Beweis für mein freshes Leben am Puls der Zeit präsentiere ich die Top 3 meiner musikalischen Neuentdeckungen des Jahres 2015. Deutscher Rap scheint mir derzeit die logische inhaltliche Weiterentwicklung des Punk Rocks zu sein.

1. Deichkind – Bück Dich Hoch

Unbedingt reinhören:
E.S.D.B.
Illegale Fans
Leider geil (Leider geil)
Like mich am Arsch
Limit
Selber machen lassen
So’ne Musik

2. K.I.Z. – Hurra die Welt geht unter ft. Henning May

Ebenfalls empfehlenswert:
Affe und Pferd
Boom Boom Boom
Urlaub fürs Gehirn

3. Alligatoah – Denk an die Kinder

Auch total gut:
Fick ihn doch
Lass liegen
Rabenväter feat. BattleBoi
Vor Gericht

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Mein Lieblingskommentar des Jahres 2015 kam definitiv von Lhamy, welcher meinen Eintritt bei Twitter folgendermaßen bewertete:

Ganz schön professionell, ich bin enttäuscht. 🙂

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Ein BOB überzeugt nicht mit Gesang. Ein BOB überzeugt mit Charme, Witz, Kreativität, Sarkasmus, Aussehen (?!?.. muss man mal gesehen haben) und dem Bloßstellen von Schwangeren.
Und ja, es ist Geschmackssache, aber deine Texte sind ja wohl der Knaller! Pf.

Ein erneutes Dankeschön an alle, aber besonders an Clara. Ich hatte sie auf der Bühne ziemlich sehr vorgeführt und mich immer noch nicht für diese wirklich sehr netten Worte bedankt.

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Hatte ich mich schon bedankt?
Dankeschön und guten Rutsch!

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