Denkdurchfall

Kurze Situationsbeschreibung:
Es war ein angenehmer und sonniger Sonntag vor zwei Wochen, welchen meine Freundin und ich zusammen mit zwei anderen Pärchen samt Kindern am Hohenstein in Witten verbrachten. Friede, Freude, Eierkuchen und Wespen.
Unsere Tochter wippte vergnügt mit zwei kleinen Mädchen. Ihr Vater war schwarz, ihre Mutter und deren Schwester weiß. Nun wäre die Erwähnung der Hautfarbe im Normalfall vollkommen unnötig und überflüssig, wenn mein Gehirn an diesem Tag nicht den fiesen Plan gehabt hätte mich mal so richtig vorzuführen.

Drei Dinge die man gemeinhin motivierend nutzt, wenn z. B. Mütter ihre Töchter samt Vater fotografieren möchten:
1. „Sagt ‚Spaghetti‘!“
2. „Sagt ‚Käsekuchen‘!“
3. „Sagt ‚Bruttoinlandsprodukt‘!“

Das ist alles ganz nett, aber mein zuweilen halbseitengelähmtes Gehirn ließ mich Folgendes einwerfen:
„Sagt ‚Schokopudding‘!“

Da war kein Hintergedanke. Ich dachte mir nur, dass Kinder doch Pudding und Schokolade mögen.
Im Grunde genommen hätte ich aber auch direkt „Negerkuss“ oder „Mohrenkopf“ sagen können; wäre mir nicht weniger peinlich gewesen.

Ich „bedanke“ mich bei meinem „Gehirn“.

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